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7 gute Gründe für den Erhalt des Schloßbergs:

Streuobstwiesen sind eine wertvolle, traditionelle Kulturlandschaft, die einst quer durch Österreich das Landschaftsbild prägten. Wir sind für deren Erhalt aus folgenden Gründen:

- aus Naturschutzgründen: Streuobstanlagen werden immer mehr zurückgedrängt, sie sind die am stärksten gefährdeten Biotoptypen Europas, an deren Stelle sich Intensivlandwirtschaft breit macht.
- aus Klimaschutzgründen: Streuobstanlagen bieten ein einzigartiges Kleinklima bei angenehmen Temperaturen in heißer werdenden Sommern. Indem wir (ver-) bauen, tragen wir zur Klimaerwärmung bei.
- aus Tierschutzgründen: in Streuobstanlagen gibt es geschützte Tierarten. Die Verzahnung von Gehölzen und Grünland locken eine Vielfalt an Insekten und Vögeln an, Baumhöhlen bieten Fledermäusen und tierischen Schläfern einen Rückzugsort.
- aus ernährungstechnischen Gründen: es gibt hier einfach rares biologisches Obst und viele Sorten davon gibt es nur regional (Gravensteiner, Goldrenette, Lederapfel, Kronprinz Rudolf, Klarapfel etc.).
- aus meteorologischen Gründen: für unser Wasser, weil ein Großteil der Regenfälle als Grundwasser gespeichert wird und Überschwemmungen vorgebeugt wird.
- aus kulturellen Gründen: der Schloßbergplatz war für viele Menschen Treffpunkt für vielfältige Kulturveranstaltungen, an die man sich gerne zurück erinnert und die man wieder neu beleben kann.
- letztendlich aus (über-) lebenstechnischen Gründen: tagtäglich werden Flächen im Ausmaß von 11,8 ha versiegelt, während 40.000 ha Industrie-, Gewerbe- und Wohnflächen leer stehen.

Frido Hütters Beitrag zum "Schloßberg ohne Schloss" in der Kleinen Zeitung...

Im Heimatort meiner Kindheit, einem hübschen, seit Jahren aufstrebenden Markt mit wohlmeinenden Menschen, gibt es einen "Schloßberg". Aber kein Schloss.
Besagter Hügel hatte alte Obstbäume an seinen Hängen und oben eine kleine plane Fläche, auf der hin und wieder Feste gefeiert wurden und das Osterfeuer brennen durfte. 
Nun sollen dort neue Häusergebaut werden, der Markt ist, wie gesagt, aufstrebend.

Das ist weder ungewöhnlich noch verwerflich. Aber jammerschade, wie ich nach einem Lokalaugenschein finde. Die beschriebene Liegenschaft ist mittlerweile kräftig verwildert.
Nebst Streuobstwiese sind Pflanzen und Gebüsch sonder Zahl gesprossen. Die paar Hundert Quadratmeter sind eine veritable Wildnis mit großer Artenvielfalt geworden, in der sich Kleintiere, Insekten, zahlreiche Vögel und vermutlich auch Fledermäuse wohlfühlen.

Ungestört von Pestiziden, Kurzrasen und versiegelten Flächen. Nach den Kriterien der Artenvielfalt ist dieser Schloßberg ein ökologischer Schatz. 
In weiten Teilen der Erde sollte aus dem rodenden Menschen längst ein pflanzender oder wenigstens zulassender Mensch geworden sein. In den letzten Jahren ist einer Studie nach die Insektenmenge um 75 Prozent geschrumpft, die Zahl der Singvögel dramatisch gesunken. – Da zählt jede noch so kleine Oase.

Die amerikanische Roosevelt-Stiftung hat das früh erkannt. Schon in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts renaturierte sie zu Ehren des legendären Präsidenten eine Insel im Potomac River und ließ sie kontrolliert verwildern. Sie ist heute eine große Attraktion.
Übrigens: Kürzlich las ich, dass in einem Kubikmeter unberührten Bodens mehr Mikroorganismen leben, als es Menschen auf der Erde gibt. - Einfach zum Nachdenken.

Beitrag in der Woche Gleisdorf...

"Wie es auch anders geht..."

am Beispiel der Pfarre Dechantskirchen