Auf den Spuren des Juchtenkäfers...

Begehung mit Dr. Gabriele Sauseng (Ökoteam Graz)

Am 30.06.2020 besuchte Dr. Gabriele Sauseng (Ökoteam Graz) zusammen mit ihrer Hündin Juma den Schlossberg. Als erfahrene Naturkundlerin untersuchte sie den Schlossberg auf das Vorkommen seltener Kleintiere und Insekten...


Alte Obstbäume wurden inspiziert und Proben des sogen. Mulms genommen.
Speziell der unter Schutz stehende Juchtenkäfer lebt in Baumhöhlen, die er oft sein ganzes Leben lang nicht verlässt.

Hündin Juma ist eigentlich auf die Trüffelsuche spezialisiert, doch der in Streuobstwiesen vorkommende Juchtenkäfer hat es ihr besonders angetan.

Auf der Suche nach dem Juchtenkäfer...

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Video: Probenentnahme an einem potentiellen Habitatbaum.
Laut FFH-Richtlinie sind Gebiete, in denen der Juchtenkäfer vorkommt, als Schutzgebiet auszuweisen. Insbesondere sind die Brutbäume zu schützen. 

Hündin "Juma" auf der Suche...

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Video: voller Eifer stürzt sich Juma auf die Öffnungen im Holzstamm und schnüffelt nach dem Juchtenkäfer

Kleine Zeitung: 24.12.2019

Markt Hartmannsdorfer Nachrichten: 20.12.2019

Die Umwidmung des Schloßbergs ist nur eine Randnotiz im Gemeindeblatt wert!

Unterschriftenübergabe bei der GR-Sitzung am 20.12.2019

In der Gemeinderatssitzung vom 20.12.2019 wurde neben dem Haushaltsvoranschlag 2020 auch über die Widmung des Schlossbergs in Markt Hartmannsdorf in Bauland beraten. Unterstützerinnen und Unterstützer, die für die Petition zum „Erhalt des Schlossbergs“ in seiner bestehenden Form Unterschriften gesammelt hatten fanden sich ein, um dem Nachdruck zu verleihen.

Die zahlreichen Einwendungen der betroffenen Anrainerinnen zur Flächenwidmungsplan-Änderung sowie der Verantwortungsträger des Landes Steiermark wurden behandelt und teilweise wurde ihnen auch stattgegeben. Im Zuge dessen wurden die Unterstützungserklärungen an Bgm. Otmar Hiebaum und den Gemeinderat übergeben.

Die Gegner dieses Projekts argumentierten aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes, der Fauna und Flora, kleinklimatisch-meteorologischen und  kulturellen Gründen sowie aufgrund von Sicherheitsbedenken für den Erhalt des Bestands. Zudem sehen sie den Grundeigentümer in der Pflicht, sich sowohl seiner ökonomischen wie ökologischen Verantwortung zu stellen.

In der entscheidenden Abstimmung wurde allerdings mehrheitlich für das Projekt votiert. Nichtsdestotrotz geben sich die Unterstützerinnen und Unterstützer weiterhin kämpferisch, die Anlage für die Nachwelt zu erhalten.


Frido Hütters Reverenz an den "Schloßberg ohne Schloss" in der Kleinen Zeitung: 15.09.2019

Im Heimatort meiner Kindheit, einem hübschen, seit Jahren aufstrebenden Markt mit wohlmeinenden Menschen, gibt es einen "Schloßberg". Aber kein Schloss.
Besagter Hügel hatte alte Obstbäume an seinen Hängen und oben eine kleine plane Fläche, auf der hin und wieder Feste gefeiert wurden und das Osterfeuer brennen durfte. 
Nun sollen dort neue Häusergebaut werden, der Markt ist, wie gesagt, aufstrebend.

Das ist weder ungewöhnlich noch verwerflich. Aber jammerschade, wie ich nach einem Lokalaugenschein finde. Die beschriebene Liegenschaft ist mittlerweile kräftig verwildert.
Nebst Streuobstwiese sind Pflanzen und Gebüsch sonder Zahl gesprossen. Die paar Hundert Quadratmeter sind eine veritable Wildnis mit großer Artenvielfalt geworden, in der sich Kleintiere, Insekten, zahlreiche Vögel und vermutlich auch Fledermäuse wohlfühlen.

Ungestört von Pestiziden, Kurzrasen und versiegelten Flächen. Nach den Kriterien der Artenvielfalt ist dieser Schloßberg ein ökologischer Schatz. 
In weiten Teilen der Erde sollte aus dem rodenden Menschen längst ein pflanzender oder wenigstens zulassender Mensch geworden sein. In den letzten Jahren ist einer Studie nach die Insektenmenge um 75 Prozent geschrumpft, die Zahl der Singvögel dramatisch gesunken. – Da zählt jede noch so kleine Oase.

Die amerikanische Roosevelt-Stiftung hat das früh erkannt. Schon in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts renaturierte sie zu Ehren des legendären Präsidenten eine Insel im Potomac River und ließ sie kontrolliert verwildern. Sie ist heute eine große Attraktion.
Übrigens: Kürzlich las ich, dass in einem Kubikmeter unberührten Bodens mehr Mikroorganismen leben, als es Menschen auf der Erde gibt. - Einfach zum Nachdenken.

Artikel in "Die Grünen Markt Hartmannsdorf": September 2019

Beitrag in der "Woche Gleisdorf": 09.06.2019